Programm

Erste Programmübersicht

Die transmediale 2019 stellt die Frage in den Mittelpunkt, welche Rolle Emotionen, Empathie und kulturelle Emergenz in der digitalen Kultur spielen. Diesem thematischen Schwerpunkt entsprechend soll eine Umgebung für Emergenz von Erfahrungen und Wissen geschaffen werden, die über den begrenzten Zeitraum der öffentlichen Festivaltage hinausgeht. Die neu eingeführten transmediale Study Circles sind bereits im Oktober 2018 gestartet; sie bieten nicht nur einen Raum für Reflexion und tiefergehende Auseinandersetzung mit zentralen Fragen des Festivals, sondern generieren auch eine Vielzahl von Inhalten, die den Rahmen und einen Teil des Kernprogramms der transmediale 2019 bilden. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in einer begleitenden Dokumentation durch das transmediale/journal wider, das in zwei neuen Online-Ausgaben Inhalte der beiden Study Circle-Themenkomplexe Affective Infrastructures und Uneasy Alliances aufgreifen wird.

Neben etablierten Veranstaltungsformen wie Keynotes, Performances und Kurzfilm-Screenings erhalten bei der transmediale 2019 partizipatorische und Bildungsformate größeren Raum: Das Workshop-Programm wird erweitert und beginnt gemeinsam mit dem neuen transmediale Student Forum bereits zwei Tage vor der offiziellen Festivaleröffnung.

Unter den Teilnehmer*innen sind: Actress + Young Paint, Claudio Agosti, Emanuel Almborg, Ramon Amaro, Ben Anderson, Graeme Arnfield, Asia Bazdyrieva & Solveig Suess (Geocinema), Jennifer Bennett, Jody Berland, Ryan Bishop, Mihaela Brebenel, Taina Bucher, Marija Bozinovska Jones & J. G. Biberkopf, Rebecca Coleman, Corporation of people’s situations (COPS), Stephanie Comilang, Lou Cornum, Robin Curtis, Marta Dauliūtė & Viktorija Šiaulytė, Hannah Davis, Ariana Dongus, Ebba Fransén Waldhör, Maya Indira Ganesh, Carolina García Cataño, Jeremy Gilbert, Christos Giovanopoulos, Kyriaki Goni, Gary Hall, Adam Harvey (VFRAME), Tung-Hui Hu, Hyphen-Labs, Wojciech Kosma, Brigitta Kuster, Last Yearz Interesting Negro with Rowdy SS, Jón Bjarki Magnússon, Ewa Majewska, !Mediengruppe Bitnik, Shaka McGlotten, Doreen Mende, Joana Moll, Fernanda Monteiro & Nadège, Pedro Oliveira, OMSK Social Club, Jussi Parikka, Grace Philips & Laurie Robins, Rory Pilgrim together with Casper-Malte Augusta and Robyn Haddon, Helen Pritchard, Nayantara Ranganathan, Laurence Rassel, Patricia Reed, Mykola Ridnyi, Jara Rocha, Tony D Sampson, Erica Scourti, Devika Sharma, Caroline Sinders, Femke Snelting, Cornelia Sollfrank, Winnie Soon, Felix Stalder, Syrian Archive, Robin Vanbesien, Jackie Wang

Study Circle: Affective Infrastructures

Als einer von zwei neu eingeführten Study Circles, die den Rahmen der kommenden Ausgabe der transmediale bilden, stellt Affective Infrastructures das Verständnis des Begriffs der Infrastruktur – und sein Verhältnis zum Affektiven – zur Diskussion. In Begegnungen, Workshops und Diskussionen untersuchen die Teilnehmer*innen das Potenzial von Technologien, die Vielfalt und Differenz Raum bieten können. Die Teilnehmer*innen sind Marija Bozinovska Jones, Lou Cornum, Maya Indira Ganesh, Tung-Hui Hu, Fernanda Monteiro & Nadège, Pedro Oliveira und Femke Snelting. Mehr erfahren

Study Circle: Uneasy Alliances

Der Study Circle Uneasy Alliances nimmt die Frage zum Ausgangspunkt, wie sich Affekt und sozialer Wandel in Beziehung setzen lassen. Er untersucht in diesem Zusammenhang, wie neue Formen solidarischen Handelns durch die Verbindung von künstlerischen, aktivistischen und Tech-Ansätzen aufgebaut werden können. Die Teilnehmer*innen sind Jennifer Bennett, Marta Dauliūtė & Viktorija Šiaulytė, Carolina García Cataño, Wojciech Kosma, Ewa Majewska, Patricia Reed und Robin Vanbesien. Mehr erfahren

Keynotes

In der ersten Keynote der transmediale 2019 stellt Jackie Wang eine Genealogie von Gefängnismacht vor und untersucht gleichzeitig das Potenzial ästhetischer und politischer Praxen der Selbstbefreiung aus der Zeitversklavung. Shaka McGlottens performativer Vortrag thematisiert die vernetzte Erfahrung von Liebe: Über Feminismus, Queer Studies und nonduales Tantra verknüpft McGlotten persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlicher Arbeit und Netzwerkkulturen. Ben Anderson und Rebecca Coleman treffen in einer Keynote Conversation aufeinander und diskutieren unter anderem über Formen der Langeweile in prekären Zeiten, Gefühls-Infrastrukturen und die gegenwärtige Politik.

Performances

In einer von der Künstlerin und Designerin Ebba Fransén Waldhör entworfenen installativen Umgebung präsentieren wir Performances wie Rory Pilgrims Software Garden, eine Arbeit zwischen Kabuki-Theater, Popkonzert und politisch-sozialem Aktionsraum. COPS – Corporation of People’s Situations beschäftigt sich mit dem Kollektiven und fragt, wie gegenwärtige globale und lokale Zusammenhänge thematisiert und sinnlich erfahrbar gemacht werden können.

Short Films

Unter den bei der transmediale 2019 gezeigten Filmen ist Filipa Césars und Louis Hendersons Sunstone, der dem technologisch-kulturellen Erbe der Fresnel-Linse mit ihren Assoziationen von Sehen und Verstehen nachspürt. In Mykola Ridnyis Film No! No! No! fallen die frühen 20er der Protagonist*innen aus dem ukrainischen Charkiw mit dem Kriegsausbruch in der Nachbarregion Donbass zusammen. Liza Johnsons In the Air porträtiert in der Verwebung von fiktionalen und dokumentarischen Elementen einen Ort, der seit Jahrzehnten unter einer Wirtschaftskrise leidet.

transmediale/CTM Performance: Actress + Young Paint

Gemeinsam mit dem CTM Festival präsentieren wir die Weltpremiere der jüngsten Zusammenarbeit zwischen Actress und Young Paint am 1. Februar und 2. Februar 2019. Der KI-basierte Charakter Young Paint hat nicht nur gelernt, auf Darren J. Cunninghams zwielichtige, unvorhersehbare, von der britischen Bass- und Raveszene inspirierte Musik zu reagieren, sondern auch, diese um eigene improvisierte Parts zu erweitern.

Student Forum

Vom 29. bis 30. Januar 2019 findet erstmals das neue Student Forum der transmediale statt, das den Festivalbesuch von Studierendengruppen erweitern und vertiefen soll. Unter Beteiligung von Institutionen aus Bereichen wie Kunst, Wissenschaft und Design bringt das zweitägige Format vor den öffentlichen Festivaltagen verschiedene Ansätze der gegenwärtigen wissenschaftlichen Beschäftigung mit Medien zusammen.

CTM Festival 2019 – Persistence

Unser Partnerfestival wird 20: Die Jubiläumsausgabe von CTM findet vom 25. Januar bis zum 3. Februar 2019 an verschiedenen Veranstaltungsorten in Berlin statt. Unter dem Titel Persistence untersucht es die ästhetischen und gesellschaftlichen Potenziale und Zumutungen von Beharrlichkeit und Flüchtigkeit, des Stetigen und des Vorläufigen.

Vorspiel

Im Januar und Februar 2019 findet wieder unser jährliches, gemeinsam mit dem CTM Festival organisiertes Vorfestival-Programm Vorspiel statt. Die zweiwöchige Veranstaltungsreihe wird von unabhängigen Projekträume, Galerien, kulturellen Institutionen, Kurator*innen und Künstler*innen gestaltet und startet mit einem gemeinsamen Eröffnungsabend am 18. Januar 2019 im ACUD MACHT NEU.

Die Programmübersicht wird regelmäßig aktualisiert; weitere Informationen folgen in Kürze.